Schon als kleines Kind hatte ich das Gefühl, dass die Erwachsenen nicht richtig mit den Babys im Verwandten- und Bekanntenkreis umgehen. Sie behandelten sie wie eine Art Puppe oder Gegenstand. Ich konnte auch nie verstehen, dass Menschen sich nicht irgendwie auf das Elternsein vorbereiten müssen.
In Freiburg ließ ich mich zur Lehrerin ausbilden, und in der ersten Unterrichtsstunde wusste ich in einer klaren Schrecksekunde ganz tief in meinem Herzen, dass das nicht mein Beruf, nicht meine Aufgabe ist. Gleichzeitig war mir bewusst, dass sich meine eigentliche Seelenaufgabe erst spät in meinem Leben zeigen würde.
1992 wurde ich krank, und da fühlte ich, dass jetzt die Zeit als Lehrerin in der Schule vorbei sein würde. Meine Krankheit war mit tiefen spirituellen Erlebnissen verbunden. Ich erinnerte mich daran, dass ich als Studentin so gern im Chor Spirituals gesungen habe und welche Freude ich damals dabei empfand. Also fing ich wieder an zu singen und lernte in diesem Zusammenhang zum ersten mal indische Mantras kennen. Damit hatte ich einen wesentlichen Schlüssel für mein Gesundwerden gefunden. Von 1993 bis 1999 ließ ich mich ohne Bezüge beurlauben. Danach stellte ich voller Freude und Vertrauen auf das Neue den Antrag auf meine Entlassung aus dem sicheren Beamtenverhältnis. Eine Entlassung aus Krankheitsgründen wäre möglich gewesen, kam für mich jedoch nicht in Frage, da ich wusste, dass ich dann nie ganz gesund werden würde. Mein Mann, den ich 1977 geheiratet hatte, unterstützte mich in dieser Angelegenheit emotional und finanziell.
Verschiedene Aus- und Weiterbildungen brachten mich Schritt für Schritt auf meinem neuen Weg weiter. Immer wieder durfte ich voller Vertrauen und tiefer Dankbarkeit die Führung und göttliche Harmonie der geistigen Welt erkennen. Ich wurde stets im richtigen Augenblick zu den richtigen Menschen und Büchern hingeführt. Einige Jahre wusste ich nicht, was meine neue Aufgabe sein sollte, ich hatte nur das tiefe Vertrauen, dass sie sich zeigen würde.
Während meiner Ausbildung in Körperpsychotherapie bei David und Silvia Boadella in der Schweiz lernte ich die „Emma Kunz Grotte“, einen Kraftplatz in Würenlos bei Zürich, kennen. In der hohen Energie der Grotte wusste ich plötzlich, dass meine Aufgabe mit Schwangeren zu tun haben würde. Es kam der Wunsch in mir auf, mit Schwangeren oder mit Frauen mit Kinderwunsch in die Emma Kunz Grotte zu fahren, mit ihnen zu singen und Rituale am Feuer zu gestalten.
Als ich aus dem Schuldienst ausschied, war mir klar, dass meine neue Tätigkeit mit Menschen zu tun haben würde. Mein Mann und ich haben keine Kinder, das ist für uns beide nie ein Problem gewesen. Heute weiß ich, dass es für meine Aufgabe, die ich mir für diese Inkarnation gewählt habe, wichtig ist, kinderlos zu sein. Ich wäre sonst heute sicherlich mit meinen Enkelkindern beschäftigt und nicht mit dem Erstellen dieser Homepage.
1999 begann ich mit Schwangeren spirituelle Lieder zu singen und Rituale am Feuer abzuhalten. Zu erleben, wie Schwangere ihre eigenen Kraftlieder finden und sich selbst und dem Baby dadurch Momente des Glücks schenken, ist für mich immer wieder eine große Freude.
Seit Anfang 2007 singe und meditiere ich regelmäßig in den Räumen eines Geburtshauses, um so dazu beizutragen, dass Babys in einer liebevollen Energie auf die Welt kommen können. Ab und zu meldeten sich Schwangere, mit denen ich dann ganz speziell für sie ausgesuchte Lieder sang. Fast alle Frauen standen kurz vor der Geburt und so konnten sie leider nur wenige Lieder kennen lernen. Mehrmals kam es vor, dass eine Geburt lief und ich im Kursraum leise sang und meditierte. Das Baby kam dann gerade zu dieser Zeit auf die Welt, das machte mich sehr glücklich. Wenn eine Schwangere ihr Lieblingslied gefunden hatte, konnte sie mich anrufen und Bescheid sagen, dass die Wehen einsetzten. Ich sang dann ihr Lied bei mir zu Hause und bat die Engel um Unterstützung bei der Geburt.
Alle Buchempfehlungen, die Du in meinen Texten findest, sind Empfehlungen mit meinem Herzen. Als ich anfing spirituelle Bücher zu lesen, mischte sich noch manchmal mein Verstand ein ... aber ich folgte immer meiner inneren Stimme. Ich wünsche mir, dass Du meine Webseite auch mit offenem Herzen liest und dass die Texte und Zitate Dich anregen, das ein oder andere Buch zu lesen oder dass Du Dich auf Deine Art und Weise mit dem Thema beschäftigst.
Allen Menschen, denen ich in meinem Leben begegnet bin und die mir auf ihre ganz spezielle Art und Weise geholfen haben, oft ohne sich dessen bewusst zu sein, danke ich aus ganzem Herzen. Der besondere Dank gilt meinen Eltern, meinem Mann und meiner Schwester. Ohne ihre liebevolle Unterstützung hätte ich meine Lebensaufgabe nicht verwirklichen können.
Auch meinen zwei Freundinnen Lioba Alicke und Mechthild Kemper (Lernberatung: www.lernvia-kemper.de) möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich für ihr Korrekturlesen und die Hilfe am Computer danken.

Am 19. Juli 2009 feiere ich meinen 60. Geburtstag mit einem großen Tanzfest an dem zwei verschiedene Tanzgruppen teilnehmen. Außerdem startet an diesem Tag meine Homepage, worauf ich schon einige Jahre warte. Jetzt ist die Zeit da, dass ich mit diesem Thema an die Öffentlichkeit gehe.
Das Tanzen stellt für mich schon lange eine große Kraftquelle dar. Seit vielen Jahren tanze ich bei Dörte Wittko Kreis- und Reihentänze aus verschiedenen Kulturkreisen. Da sie ihre Tanzausbildung in der spirituellen Gemeinschaft in Findhorn (Schottland) erhalten hat, kam ich durch sie auch nach Findhorn. Vor etwa 10 Jahren nahm ich an einer deutschen Erfahrungswoche und anschließend an einem einwöchigen Tanzfestival teil. In der ersten Woche arbeitete ich im Garten und bekam an einem Tag die Aufgabe, ein Blumenbeet von Wildpflanzen zu säubern. Mein Wunsch war es, mit den Naturwesen der Pflanzen in Kontakt zu treten. Ich machte folgende erste Erfahrung: Wenn meine Achtsamkeit bei der Pflanze war, ich mit ihr sprach und sie bat, loszulassen, ließ sie sich ganz leicht aus der Erde ziehen. Gingen meine Gedanken jedoch spazieren und meine Hände erledigten das Herausziehen eher automatisch, dann hielten die Wurzeln viel mehr fest, es wurde eher ein gewaltsames Herausreißen. Diese Erfahrung mache ich seither immer wieder bei mir zu Hause.
Seit neun Jahren tanze ich außerdem regelmäßig DanseVita bei Franz Christian Schubert (www.christian-schubert.dansevita.de). Bei DanseVita wechselt sich das freie Tanzen und die Begegnung mit einem Gegenüber ab. Ich liebe beide Arten zu tanzen, sie vermitteln mir eine tiefe Lebensfreude und immer wieder empfinde ich eine große Harmonie und Verbundenheit in beiden Gruppen. An meinem Geburtstag sind Menschen aus beiden Tanzgruppen eingeladen, beide unterschiedlichen Tanzarten wechseln sich ab und werden von Dörte und Christian angeleitet. Da ich noch nie einen Geburtstag mit so vielen Menschen gefeiert habe, wird das für mich ein spannendes Abenteuer.
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